Allgemeine Lebenserfahrung und richterliche Beweiswürdigung im deutschen Recht Saliha Gülfırat, Akgün Bilgin  - Kitap

Allgemeine Lebenserfahrung und richterliche Beweiswürdigung im deutschen Recht

1. Baskı, 
Ekim 2026
Kitabın Detayları
Dili:
Almanca
Ebat:
16x24
Sayfa:
331
Barkod:
9786050526707
Kapak Türü:
Karton Kapaklı
Fiyatı:
850,00₺
Temin süresi 2-3 gündür.
Kitabın Açıklaması
Allgemeine Lebenserfahrung und richterliche Beweiswürdigung im deutschen Recht untersucht die Bedeutung, Funktion und Grenzen der „allgemeinen Lebenserfahrung" bei der richterlichen Tatsachenfeststellung und Beweiswürdigung. Im Mittelpunkt stehen „allgemeine Lebenserfahrung", „Erfahrungssätze", „tatsächliche Vermutungen", Plausibilität, Wahrscheinlichkeit, Glaubhaftigkeit und Schlussfolgerung sowie ihre Bedeutung für die rechtliche Bewertung tatsächlicher Geschehensabläufe. Besonderes Augenmerk gilt der Frage, wie aus Lebenserfahrungen belastbare Schlussfolgerungen gewonnen und in einer gerichtlichen Entscheidung nachvollziehbar begründet werden können.
Die Untersuchung befasst sich insbesondere mit dem deutschen Zivilprozessrecht und Strafverfahrensrecht, namentlich mit § 286 ZPO und § 261 StPO. Behandelt werden unter anderem Tatsachenfeststellung, Beweismaß und Beweislast, Indizien und Schlussfolgerungen, die Würdigung von Zeugenaussagen, Parteivorbringen und Sachverständigengutachten, Wahrscheinlichkeit und Kausalität sowie die Anforderungen an die gerichtliche Begründung.
Für die Praxis zeigt das Werk auf, wann die Berufung auf die allgemeine Lebenserfahrung eine tragfähige Begründung darstellt, wie entsprechende Schlussfolgerungen methodisch überprüft werden können und wo die Grenzen einer solchen Argumentation liegen. Damit bietet es Richtern und Staatsanwälten eine Orientierung für eine strukturierte und nachvollziehbare Beweiswürdigung und unterstützt Rechtsanwälte dabei, gerichtliche Schlussfolgerungen auf ihre tatsächlichen und methodischen Grundlagen hin zu überprüfen, angreifbare Argumentationsschritte herauszuarbeiten und eine fundierte Gegenargumentation zu entwickeln. Zugleich vermittelt das Werk Wissenschaft und Studium einen systematischen Zugang zur praktischen Bedeutung der allgemeinen Lebenserfahrung im deutschen Recht.
Kitabın Konu Başlıkları
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Ziel, Untersuchungsumfang und Grenzen der Forschung
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Erster Teil: Begriffliche Grundlagen und Methodik
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Zweiter Teil: Interdisziplinäre Grundlagen
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Dritter Teil: Die Grenzen des Grundsatzes der „gewöhnlichen Lebensabläufe"
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Vierter Teil: Das Prinzip der „Abweichung vom gewöhnlichen Lauf der Dinge" im deutschen Recht
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Fünfter Teil: Die Straf– und Rechtspraxis
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Literaturverzeichnis
Kitapla İlgili Kategoriler
Kitabın İçindekileri
HAFTUNGSAUSSCHLUSS 
VORWORT 
IM WERK VERWENDETE METHODOLOGIE 
ZIEL, UNTERSUCHUNGSUMFANG UND GRENZEN DER FORSCHUNG 
ERSTER TEIL: BEGRIFFLICHE GRUNDLAGEN UND METHODIK 
A. Allgemeine Lebenserfahrung und richterliche Beweiswürdigung im deutschen Recht 
B. Der Begriff des gewöhnlichen Laufs des Lebens 
C. Der Begriff des Widerspruchs zum gewöhnlichen Lauf des Lebens 
 a. Die Rechtsnatur des Widerspruchs zum gewöhnlichen Lauf des Lebens 
 b. Die Tatbestandsmerkmale des Widerspruchs zum gewöhnlichen Lauf des Lebens 
 c. Die Abgrenzung des Widerspruchs zum gewöhnlichen Lauf des Lebens von verwandten Rechtsbegriffen 
D. Historische Entwicklung 
 a. Römisches Recht 
 b. Kontinentales europäisches Recht 
 c. Angelsächsisches Recht 
E. Terminologie im vergleichenden Recht 
 a. Deutsches Recht 
 b. Schweizer Recht 
 c. Österreichisches Recht 
 d. Französisches Recht 
 e. Englisches Recht 
 f. Amerikanisches Recht 
ZWEITER TEIL: INTERDISZIPLINÄRE GRUNDLAGEN 
A. Anthropologische Grundlagen 
B. Philosophische Grundlagen 
C. Logische Grundlagen 
D. Psychologische Grundlagen 
E. Soziologische Grundlagen 
DRITTER TEIL: DIE GRENZEN DES GRUNDSATZES DER „GEWÖHNLICHEN LEBENSABLÄUFE“ 
A. Die Bedeutung des „gewöhnlichen Laufs der Dinge“ im deutschen Recht 
B. Grenzen aufgrund der Individualität menschlichen Verhaltens 
C. Grenzen aufgrund außergewöhnlicher und atypischer Lebenssachverhalte 
D. Grenzen aufgrund psychologischer Besonderheiten 
E. Grenzen aufgrund gesellschaftlicher Vorurteile und Stereotype 
F. Grenzen im Strafverfahren 
G. Grenzen im Zivilverfahren 
H. Grenzen aufgrund subjektiver richterlicher Erfahrung 
I. Grenzen im Verwaltungsverfahren 
J. Grenzen im Rahmen der richterlichen Beweiswürdigung 
K. Grenzen hinsichtlich der Beweislastverteilung 
L. Grenzen im Hinblick auf die Unschuldsvermutung 
M. Grenzen im Hinblick auf den Grundsatz in dubio pro reo 
N. Grenzen im Hinblick auf den Anspruch auf ein faires Verfahren 
O. Grenzen aufgrund der richterlichen Begründungspflicht 
VIERTER TEIL: DAS PRINZIP DER „ABWEICHUNG VOM GEWÖHNLICHEN LAUF DER DINGE“ IM DEUTSCHEN RECHT 
A. Begriff und dogmatische Einordnung 
B. Historische Entwicklung 
C. Die Funktion der „Abweichung vom gewöhnlichen Lauf der Dinge“ bei der richterlichen Tatsachenwürdigung 
D. Erscheinungsformen in den einzelnen Rechtsgebieten 
 a. Im Zivilrecht 
 b. Im Strafrecht 
 c. Im Verwaltungsrecht 
 d. Im Arbeitsrecht 
 e. Im Sozialrecht 
E. Verhältnis zu Erfahrungssätzen, Anscheinsbeweis und freier Beweiswürdigung 
F. Die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs und des Bundesverfassungsgerichts 
G. Grenzen der richterlichen Anwendung 
FÜNFTER TEIL: DIE STRAF– UND RECHTSPRAXIS 
A. Die Bedeutung der „gewöhnlichen Lebensabläufe“ für die richterliche Tatsachenfeststellung 
B. Die Funktion der Lebenserfahrung in der richterlichen Entscheidungsfindung 
C. Die „Abweichung von den gewöhnlichen Lebensabläufen“ als Argument der richterlichen Begründung 
D. Der Grundsatz der „gewöhnlichen Lebensabläufe“ als Erfahrungssatz 
E. Der Grundsatz der „gewöhnlichen Lebensabläufe“ als Methode der Tatsachenwürdigung 
F. Der Grundsatz der „gewöhnlichen Lebensabläufe“ als Instrument richterlicher Überzeugungsbildung 
G. Die richterliche Plausibilitätskontrolle anhand der „gewöhnlichen Lebensabläufe“ 
H. Der Zusammenhang zwischen Wahrscheinlichkeit, Lebenserfahrung und richterlicher Überzeugung 
LITERATURVERZEICHNIS